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Meditation bedeutet: "in die Mitte gehen", "zur Mitte kommen"

Wo sonst könnte die Mitte sein, als

  • in der Mitte unseres Körpers (räumliche Dimension)
  • im gegenwärtigen Moment (zeitliche Dimension)
  • in der Mitte unseres Seins (metaphysische Dimension)

Es gibt viele verschiedene Arten der Meditation. Gemeinsam ist allen Meditationsformen das "Ziel", das keines ist, weil es nur darum geht, zu erkennen, dass wir bereits angekommen sind:


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Die folgenden Abschnitte beschreiben Meditationsformen, die ich in meinem Unterricht verwende. Die Vielfalt der Möglichkeiten, "in die Mitte zu kommen" ist damit keinesfalls vollständig.

Bitte beachten Sie, dass die nachfolgend beschriebenen Formen ineinanderüberfliessen und nicht wirklich nach Kategorien getrennt werden können.  


Bei dieser Meditationsform werden die Gedanken aus einer beobachtenden Position wahrgenommen, ohne dass darauf in irgendeiner Form reagiert wird. Die Aufmerksamkeit ist ganz auf den Atem und den gegenwärtigen Moment gerichtet. Schweift dei Aufmerksamkeit ab, wird sie sanft wieder zurückgeholt. Geübt wird in Ruhehaltung, meist im Sitzen, aber auch im Stehen, seltener im Liegen.

In meinen Lektionen gibt es immer wieder Abschnitte, in denen wir die Stille Meditation praktizieren und uns lediglich auf den Atem konzentrieren. Oft praktizieren wir jedoch die nachstehend beschriebenen Formen der Meditation.  


Die Aufmerksamkeit wird auf etwas Bestimmtes gerichtet, z.B. die Bewegung, den Körper, Musik, Klänge, Bilder oder die Natur. Schweift die Aufmerksamkeit ab, wird sie zum Objekt zurückgeholt.

Stilles und bewegtes Qi Gong sowie auch Taiji gehören in diese Kategorie.


Bei den uralten, überlieferten, ebenso wie bei den in neuerer Zeit entstandenen Qi Gong Uebungen geht es vordergründig oft um "die Gesundheit". Die ursprüngliche Idee von "Gesundheit" meint damit natürlich den Menschen in seiner Ganzheit. Ein gesunder Geist und ein gesunder Körper sind nicht voneinander zu trennen. Auf dieser Selbstverständlichkeit fusst die ganze Traditionelle Chinesische Medizin.

In der westlichen Hemisphäre droht das Qi Gong zu einer Art " Exotischer Gesundheitsgymnastik" zu verkommen. Ganz einfach, weil der meditative Teil vergessen oder vernachlässigt wird.

Tatsächlich ist das Bewegte Qi Gong die Kunst der Meditation in Bewegung. Die vollkommene Verschmelzung mit der Bewegung, die Wahrnehmung des Körpers und der Bewegung mit allen Sinnen, die vollkommene Präsenz lassen das Qi Gong zur Meditation und zum Tanz werden.

Mir persönlich ist dieser Aspekt des Qi Gongs der Wertvollste. Es ist meine tiefste Ueberzeugung, dass Qi Gong, wenn es wirklich zur Meditation geworden ist, ein Heilmittel auf allen Ebenen sein kann.


Dass es sich beim Stillen Qi Gong um eine Meditationsform handelt, ist etwas offensichtlicher als beim Bewegten Qi Gong. Stilles Qi Gong wird im Sitzen, Stehen oder Liegen geübt und es finden entweder gar keine oder nur minimale Bewegungen statt.

Die Aufmerksamkeit ist vollkommen nach innen gerichtet. Die Konzentration auf Bewegungsabläufe fällt weg. Obwohl von aussen betrachtet scheinbar nichts geschieht, beobachtet und lenkt das Bewusstsein des Uebenden innere Qi-Bewegungen.

Es gibt sehr anspruchsvolle, jedoch auch einfache Uebungen des Stillen Qi Gong. In meinem Unterricht verwende ich vor allem Uebungen, die leicht erlernbar sind. Schon nach kurzer Zeit erfreuen sie sich grosser Beliebtheit und die Wirksamkeit ist für meine Teilnehmenden erstaunlich und unbestritten.  


Wahrnehmung geschieht über die Sinne, zu denen auch unsere Fähigkeit zu fühlen gehört. Meist ist unsere Wahrnehmung getrübt vom unaufhörlichen Strom unserer Gedanken. Unser Verstand plappert ohne Unterbruch, will alles, was wir wahrnehmen, kommentieren, analysieren, übersetzen, interpretieren und bewerten.

Wahrnehmungsmeditation bedeutet, die Dinge so zu erleben, wie sie sind. (Siehe auch die Weisheitsgeschichte "Achtsamkeitsmeditation im Rosengarten").

In meinen Kursen, insbesondere in den Workshops, arbeite ich mit Uebungen, die uns all die Filter aufzeigen, durch die wir ständig hindurchsehen und die uns zumeist nicht bewusst sind. Die Fähigkeit, ungefiltert wahrzunehmen und zu fühlen anstatt zu denken, ist ein Gewinn für alle Bereiche unseres Lebens. Wertfreies Wahrnehmen lässt uns "hinter die Dinge sehen" und Details intuitiv erkennen, die uns verborgen bleiben, wenn wir ständig unseren Verstand kommentieren lassen.  


 
   
   
   
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